Junge Eltern sind schlechtes Vorbild


Ernährung und Bewegung
Junge Eltern sind schlechtes Vorbild
Evgeny Atamanenko/Shutterstock.com

Werden unsere Kinder immer dicker, weil ihre Eltern ein so schlechtes Vorbild sind? Das ist gut möglich. Denn die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung bezüglich Ernährung und Bewegung junger Eltern sind laut Robert Koch-Institut besorgniserregend.

Über 2000 Eltern befragt

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Schenkt man dieser Volksweisheit Glauben, steht es nicht besonders gut um die spätere Gesundheit der heute 0 – 6jährigen Kinder. Denn ihre Eltern bewegen sich zu wenig und essen zu wenig Obst und Gemüse, heißt es in der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell“ (GEDA). In dieser Untersuchung wurden über 24 000 Personen zu ihrem Lebensstil befragt. Gut 2300 der Teilnehmer lebten mit einem Kind im Alter bis zu 6 Jahren in einem Haushalt. Ihre Antworten bezüglich Bewegung und Obst-, Gemüse und Salatverzehr wurden von den Forschern ausgewertet und sollen das Verhalten junger Eltern in Deutschland spiegeln.

Weniger bewegungsfreudig als Gesamtbevölkerung

Die von der WHO empfohlenen 150 Minuten körperliche Aktivität pro Woche erfüllt nur ein Drittel der Eltern von 0 – 6jährigen Kindern. Väter sind mit 40,6% etwas sportlicher als Mütter, von denen nur knapp 30% die WHO-Empfehlung schaffen. Damit bewegen sich junge Eltern weniger als die Allgemeinbevölkerung: Hier kamen immerhin 45% auf die von der WHO geforderten 150 Aktivitätsminuten pro Woche.

Auch bei der Ernährung schneiden junge Eltern nicht besonders gut ab. Nur 39% essen täglich Obst, knapp die Hälfte Obst oder Gemüse. Beim Essen sind die Mütter gesundheitsbewusster als die Väter. Täglich Obst oder Gemüse verzehren 56,9% der Mütter und 36,3% der Väter.

Steilvorlage für dicke Kinder

Ein besorgniserregendes Ergebnis, betonen die Autoren der Studie. Immerhin sind Eltern und ihr Lebensstil ein bedeutendes Vorbild für den Nachwuchs. Und wenig Bewegung und schlechte Ernährung führen schnell zu Übergewicht und Adipositas. Um kindliches Übergewicht zu vermeiden ist es deshalb ratsam, junge Familien bei einem gesunden Lebensstil zu unterstützen. Zu den erforderlichen Bedingungen gehören bewegungsfreundliche Wohnumfelder, ausgewogene Lebensmittelangebote und bezahlbare zielgruppenspezifische Angebote für mehr Sport und Bewegung.

Quelle: Robert Koch-Institut

News

Selbstverletzung digital
Selbstverletzung digital

Anzeichen ernst nehmen

Hinter dem „Ritzen“ oder anderen Formen von Selbstverletzung stecken in aller Regel ernste seelische Probleme. Das gilt auch für eine neue, vor allem unter Jugendlichen verbreitete Art der Selbstverletzung: die digitale Selbstverletzung.   mehr

Die Syphilis geht um
Die Syphilis geht um

Immer mehr Infektionen

Die Syphilis ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Mit 7889 Fällen wurde 2019 ein neuer Höchstwert erreicht, meldet das Robert Koch-Institut (RKI), und die Zahlen steigen seit 2010 kontinuierlich.   mehr

So schluckt das Baby seine Arznei
So schluckt das Baby seine Arznei

Spritze statt Löffel

Der Geschmack ist oft übel, die Dosierung knifflig — Kleinkindern und Babys Medikamente zu verabreichen, ist gar nicht so einfach. Folgende Tipps machen es Kindern und Eltern leichter.   mehr

Behindern Tablets die Sprachentwicklung?
Behindern Tablets die Sprachentwicklung?

Bildschirmzeiten begrenzen

Eltern sollten die Bildschirmzeiten ihrer Kleinkinder gut im Auge behalten. Neuen Untersuchungen zufolge weisen Vorschulkinder, die lange Zeiten an Tablet oder Smartphone verbringen, Veränderungen im Gehirn auf. Und zwar vor allem in Bereichen, die für die Sprache zuständig sind.   mehr

Nahrungsergänzung im Blick: Probiotika
Nahrungsergänzung im Blick: Probiotika

Sinn oder Unsinn?

Mit Probiotika das Gleichgewicht im Darm wiederherstellen – damit werben viele Hersteller. Was steckt hinter den Versprechungen?    mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Januar

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Retten, kühlen, Schwere abschätzen

Ob spritzendes Fett, umgeschütteter Tee oder die Stichflamme aus dem Gartengrill — Verbrennungen sin ... Zum Ratgeber
Rönner Apotheke im Marktkauf Bünde
Inhaber Hans-Claus Rönner
Telefon 05223/57 42 01
Fax 05223/57 42 03
E-Mail info@apotheke-buende.de